Kolumbien - Antioquia / Finca Linda Laya - Filter

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Der Kaffee von Juan José – Eine Geschichte von Herkunft, Rückkehr und Verantwortung.

 

 

Ich bin Esteban Lopera, Sales Manager bei Caventura. Aber bevor ich das wurde, war ich Barista, Rösttrainer, Sensorik-Coach – und Sohn eines kolumbianischen Opernsängers. Diese Geschichte beginnt nicht auf einer Plantage, sondern in einer Musikerkarriere – und sie führt zurück zu einem verlassenen Stück Land, einer Vision, und heute zu einem der persönlichsten Kaffees, die wir bei Caventura anbieten: dem Kaffee von Juan José.

Die Wurzeln

Mein Vater, Juan José Lopera, wurde in Kolumbien geboren, studierte dort Medizin und hätte vermutlich Arzt werden sollen. Doch das Leben hatte andere Pläne: Er verliebte sich in die Oper. Seine Gesangskarriere führte uns nach Europa, wo ich aufwuchs – weit entfernt von der kolumbianischen Landschaft, in der meine Familie einst lebte.

Die Farm Linda Laja, heute das Herzstück unseres Projekts, gehörte einst meinem Großvater. In den 90er Jahren zwang die Gewalt in Kolumbien viele Familien, ihr Land zu verlassen. Auch mein Großvater musste in die Stadt fliehen. Die Farm lag jahrelang brach – ein verlorenes Kapitel.

 


Die Rückkehr

Vor etwa fünf Jahren, nach zwei Jahrzehnten auf europäischen Bühnen, verspürte mein Vater den Wunsch, zurückzukehren. Nicht in die Oper – sondern zur Erde. Er kehrte nach Kolumbien zurück, suchte die alte Farm auf und begann, das Land wieder zu bestellen. Ohne großen Plan. Nur mit der Sehnsucht nach Heimat.

Zur gleichen Zeit beendete ich mein Studium in Deutschland – und spürte, dass meine

Zukunft nicht in einem klassischen Bürojob liegt. Kaffee hatte mich längst gepackt: Ich

arbeitete als Eventbarista für Lavazza, absolvierte Rösttrainings in Kopenhagen, war Teil der Berlin School of Coffee, lernte sensorische Tiefe kennen. Und plötzlich stand da dieses Projekt – ein Vater-Sohn-Traum, der Form annahm.

 


Die Farm

Die Finca Linda Laja liegt etwa zwei Stunden von Medellín entfernt. 67 Hektar groß, mit

sechs natürlichen Wasserquellen – eine davon haben wir der umliegenden Gemeinde zur Verfügung gestellt. Zehn Hektar bestehen aus geschütztem Regenwald. Wir sehen unsere Aufgabe darin, diesen Wald zu erhalten.

Auf den verbleibenden Flächen betreiben wir einen Kaffeeanbau im Agroforstsystem – mit Schattenbäumen, Biodiversität und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Wir sind (noch) nicht bio-zertifiziert, weil die administrativen Hürden für Kleinbetriebe wie uns enorm sind. Aber wir leben und arbeiten nach Prinzipien, die oft über das hinausgehen, was eine Zertifizierung verlangt.


Die Entwicklung

Was mit einem Export von 300 kg per Luftfracht begann (ich habe sie selbst verpackt und versendet), ist heute zu einer Produktion von 8 Tonnen jährlich gewachsen – davon

exportieren wir etwa die Hälfte.

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Varietäten: Geisha, Tabi, San Bernardo, Castillo,

Colombia, Cenicafé 1. Erste Experimente mit getrennten Lots, Honeys und Naturals laufen. Die Qualität verbessert sich mit jeder Ernte. Der Farm Blend ist unser Einstieg – aber unsere Vision ist, künftig sorten- und prozessgetrennte Lots anbieten zu können.

Und das Beste: Wir haben unseren Break-even erreicht. Von einem nostalgischen

Herzensprojekt sind wir zu einer zukunftsfähigen Specialty-Farm geworden.

 


Der Kaffee:
Unsere Röstung mit diesem Kaffee ist medium-hell, oder auch ein Omniroast. So werden die natürlich enthaltenen Aromen besonders herausgearbeitet und der Kaffee entwickelt seinen für die Region typischen vollmundigen und runden Körper.

Zubereitung:
Dieser Kaffee ist gut geeignet für die Zubereitung als klassischer Filterkaffee aber kommt auch sehr gut als Espresso aus der Siebträgermaschine zur Geltung.

Kaufen?
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